Speaky
05.11.2009
Durch den Erfolg beim Bau und Betrieb des QRP-99 suchte ich mir ein neues Bauprojekt. Die Wahl fiel auf den Speaky von QRP-Projekte. Da es sich ja um ein recht aufwendiges Gerät handelt, habe ich erst einmal eine Bauzeit von ca. 1 Jahr eingeplant um mich nicht selbst unter Druck zu setzen.
Neben dem Basisbausatz incl. Gehäuse und Tiefpassfilter hatte ich mich für den Frequenzzähler und für den Anfang für das 20m Bandmodul entschieden. Auch die SMD-Teile habe ich von QRP-Projekt einlöten lassen, da ich hierfür nicht über das notwendige Werkzeug verfügte.
23.11.2009
Der Bausatz wurde geliefert und es ging zuerst einmal ans Auspacken, Sichten und Sortieren der Lieferung. Der erste Eindruck des Bausatzes : Durchdacht und sehr gut beschrieben. Bei der Anzahl der Bauelemente wurde mir aber schon ein wenig anders....
Dann ging es an die Kopie der Handbücher. Dabei fiel mir auf, dass im Orginalhandbuch die Seite 13 fehlerhaft war. Zum Glück war diese Seite in der frei zu ladenden PDF-Datei in Ordnung.
24.11.2009
Bauteile für die Baugruppe1 - der Spannungsstabilisierung - herausgesucht, bestückt und gelötet. Auffällig war, dass sämtliche Masselötungen die Hitze des Lötkolbens wegzogen. Obwohl es sich bei der Lötstation um einen temperaturgeregelten 80Watt-Kolben handelt, reichte die Hitze kaum aus und man musste den Lötkolben sehr lange auf der Lötstelle lassen.
02.12.2009
Nachdem ich mir von Conrad Elektronik eine vernünftige Platinenhalterung gekauft hatte, funktionierte das mit dem Bestücken und Löten auch wesentlich besser. Die durchgeführten Arbeitschritte an dem Speaky waren : Funktionstest der Baugruppe 1, Bauteile für Baugruppe 2 herausgesucht, Anfangen mit dem Bestücken und löten der Baugruppe 2 - der Sende- / Empfangsumschaltung.
Dabei fiel mir auf, dass für die IC’s offensichtlich keine Steckhalterungen vorgesehen waren. Also hab ich welche von mir genutzt. Sehr positiv herauszuheben ist aber noch das Koordinatensystem auf der PlatinMit diesem und den jeweiligen Angaben in der Baumappe in der Stückliste ist es fast unmöglich ein Bauteil falsch zu plazieren.
23.12.2009
Leider konnte ich erst kurz vor Weihnachten wieder am Gerät weiter zu arbeiten. Baustufe 2 fertig gelötet. Ich hatte mich nach der Inbetriebnahme die ganze Zeit gefragt, ob man die Verbindungen, die für den Test der Baugruppe 1 gesteckt wurden, wieder abbauen mussten.
25.12.2009
Inbetriebnahme der Baugruppe 2. Nichts funktionierte. Nach kurzer Messung hatte ich dann festgestellt, dass tatsächlich einige Verbindungen drin bleiben müssen. Der folgende Funktionstest verlief einwandfrei. Der nächste logische Schritt war demzufolge das Heraussuchen und Sortieren der Bauelemente für Baugruppe 3
26.12.2009
Weihnachtszeit = Bastelzeit ... Das Bestücken und Löten der Baugruppe3 - DDS VFO - war kein Problem – alles wieder sehr gut beschrieben. Für die Inbetriebnahme musste man zuerst das S-Meter zusammenbauen. Eine kleine separate Platine mit nur wenigen Bauteilen – das war innerhalb von wenigen Minuten gemacht. Auch die Inbetriebnahme der Baugruppe3 funktionierte ohne Probleme.
27.12.2009
Also auf zur Baugruppe 4 - der NF-Stufe. Bauteile zusammengesucht, sortiert, bestückt und gelötet. Das Ganze dann in 4 Anläufen, da immer wieder etwas dazwischen kam. Und es kam wie es kommen musste – die NF-Stufe funktioniert nicht. Zuerst einmal die Stromaufnahme – die lag bei 20mA und nicht bei 60mA.
Also nochmals genau lesen und Fehler gefunden – "Versorgungsspannung wie in BG1 anlegen" meint eine Brücke von Pin18 nach Pin47 und Pin45 nach Pin46. Dazu kommt die Brücke von Pin7 nach Pin8. Und schon waren es 60mA. Na ja, das hätte man auch beim Test der BG4 nochmals ausführlich schreiben können. Aber die Baugruppe funktionierte immer noch nicht – wenn ich Pin33 berührte, dann stieg der Strom nicht an. Der erste Fehler – und das in der NF-Stufe. Schluss für heute.
28.12.2009
Also frischen Mutes erneut an die NF-Stufe. Am Eingang ein Signal von 70mV effektiv bei einer Frequenz von 1,3 KHz angelegt und mit dem Scope den Ausgang gemessen. 3Volt effektiv genau 180 Grad phasenverdreht. Auch die Tastung des Keyers funktionierte einwandfrei. Also doch kein Fehler, sondern nur zu unempfindliche Haut ??
Also heran an die Baugruppe 5 - de, Trägeroszillator mit Umschaltung. Zuerst einmal die Bauteile raussuchen und sortiert auf ein Stück Antistatikmatte gesteckt, da die Anzahl der Bauteile in einer Baugruppe so langsam immer größer wurde. Diese Vorbereitung lohnte sich wirklich! Dann musste man erst mal mit dem Sekundenkleber arbeiten und eine Spulenrolle für einer der Bobinspulen kleben. Dann ging es ans bestücken und verlöten. Zum Schluss noch die Bobinspule wickeln, verlöten und einbauen.
30.12.2009
Test der Baugruppe 5. Nichts geht an Kondensator. Kurz gemessen – schon gefunden. P7 steht auf 0 – da kann am Kondensator nichts ankommen. Kleiner Tipp : Immer alle Potis auf Mittelstellung bringen. Danach läuft alles wie es soll.
Also an die Baugruppe 6 - dem ZF-Verstärker und dem AGC - ran. So langsam ist der Aufbau des Handbuches etc. bekannt und es kommt zu wenigen Problemen. Bauteile rausgesucht, sortiert und angefangen zu löten.
09.01.2010
Durch die Aktivitätswoche RLP kam ich nicht dazu weiter am Speaky zu arbeiten. Zumindest konnte ich jetzt die Baugruppe 6 fertig bestücken und verlöten. Aber auch hier verwendete ich – abweichend von der Anleitung – für die IC’s wieder einen Sockel. Dann die Inbetriebnahme der Baugruppe. Na ja, die beschriebenen Rundfunksender konnte man nur erahnen. Ein kleiner Tip : Die Lötfahnen mittels Schrumpfschauch isolieren. Denn der Platz für die Lötfahnen ist teilweise sehr eng und somit kann man Kurzschlüssen vorbeugen.
15.01.2010
Die Baugruppe 7 - der ZF-Verstärker / der ZF-Filterbeinhaltete schon einiges an Bauteilen, die erst einmal zusammengesucht und sortiert werden mussten. Hier mal ein Foto, wie dies gelöst wurde. Wichtig war dabei, die Bauteile so zu stecken, wie sie auch anschließend verlötet wurden.
Nachdem das erledigt war, wurden erst mal die Quarze, die ersten 4 Transistoren und die Dioden eingelötet.
21.02.2010
Endlich – nach längerer, arbeitsbedingtem Abwesenheit an der Lötstation konnte ich die Baugruppe 7 weiter bearbeiten. Es waren die Widerstände, die Kondensatoren, die restlichen 4 Transistoren und die Festinduktiväten dran. Stück für Stück bestückt und gelötet. Na so langsam war das Verfahren Routine.
13.03.2010
Zumindest an den Wochenenden fand ich jetzt Zeit mich um den weiteren Aufbau des Speaky's zu kümmern. Die Baugruppe 7 wurde fertig gelötet und in Betriebs genommen. Welcher temporäre Verdrahtungsaufwand hierzu notwendig ist, zeigt das folgende Bild
14.03.2010
Nach der ZF-Filter / Verstärker einwandfrei funktioniert ging es an die Baugruppe 8 - die PL. Die kleine Neosid Bobin Spule machte diesmal etwas Probleme, da sich einer der Windungen nach dem Einlöten der Spule gelöst hatte. Deshalb ist es besonders wichtig, bei diesen Spulen nach dem einlöten eine Durchgangsprüfung durchzuführen.
27.03.2010
Anders als in der Bauanleitung vorgesehen wird der Speaky als erstes mit einem 20m Bandmodul ausgerüstet. Die Prüfungen der Bauteile für das 20m Bandmodul waren etwas nervig, da in der Baumappe von einem 40m Bandmodul ausgegangen wurde.
03.04.2010
Die Spulen für das 20m Bandmodul waren mit Hilfe der Baumappe auch kein großes Problem und so konnte das 20m Bandmodul fertig gestellt werden. Die Inbetriebnahme der PLL bereitete keinerlei Probleme - alles funktionierte so, wie es in der Baumappe beschrieben war. Nur die angegebenen Frequenzen galten wieder für das 40m Bandmodul und mußten entsprechend geändert werden.
04.04.2010
Je weiter man in der Baumappe voran schreitet - um so mehr Bauelemente sind in den einzelnen Baugruppen vorhanden. Waren es in der Baugruppe 1 nur 16 Bauteile - so waren es in der Baugruppe 9 - der RX/TX Mischer und der Tiefpassfilter bereits 68 Bauteile. Die Vorbereitung der Bauteile, die Bestückung, sowie die Fertigung des Übertragers bzw. der drei Spulen für den Tiefpassfilter kosten richtig Zeit. Ein Nachmittag ist da mal schnell verflossen, aber am Ende des Tages waren alle Bauteile bestückt
25.04.2010
Mit einigen Tagen Verzögerung ging es dann an den Abgleich des RX/TX Mischers. Wie man an den Bildern gut erkennen kann, ist der temporäre Verdrahtungsaufwand schon recht groß.
Bei den Messungen stellte sich dann jedoch heraus, daß der Empfänger mit nur -80dbm recht taub war. Und dies Fehlersuche dauerte doch eine ganze Weile. Als Verursacher konnte letztendlich der Preselektor des 20m-Moduls ausgemacht werden. Leider schlich sich dann beim Aufbau einer Testschaltung noch ein Fehler ein der mich auf die falsche Spur führte.
15.05.2010
Nach langem Studieren des Schaltplanes und weiteren Messungen konnte ich den Fehler in der Meßschaltung dann lokalisieren und die Durchlasskurve des Preselektors sah so aus :
Die restlichen Abgleicharbeiten waren dann schnell erledigt.
26.05.2010
Die Baugruppe 10 - der SSB Generator und SSB Verstärker stellt eigentlich keine größere Herausforderung. Sortierung der Bauteile und verlöten der Bauteile ging recht schnell. Beim anschließenden Testaufbau muß man aber schon sehr genau schauen, daß alles richtig verdrahtet ist und keine ungewollten Kurzschlüsse entstehen.
Doch ausgerechnet die kleine Adapterplatine SSM - die als Ersatz für den nicht mehr lieferbaren Sprachprozessor installiert werden muss, machte erhebliche Probleme. Eine genauere Untersuchung der Platine ergab dann schließlich, dass sie u.A. einen kleinen Layout-Fehler enthielt. Da bei mir jedoch der Kompressor überhaupt nicht funktionierte blieb mir nichts anderes übrig als ihn an QRP-Projekte zu senden.
06.06.2010
Da ich an der Hauptplatine wegen des fehlenden Kompressors nicht weiter arbeiten konnte, ging es als nächstes an den Gehäusebau. Hier waren einige mechanische Arbeiten notwendig, um die LCD-Anzeige und das S-Meter einzubauen.
01.08.2010
Nach fast 2monatiger Unterbrechung, die durch Urlaub und Dienstreisen entstand, ging es dann - parallel zum Gehäusebau - an eine neue Erfahrung. Die SMD-Bestückung des Tiefpassfilters.
.... to be continued ...