Urlaub Belgien vom 31.01.2009 - 07.02.2009
Analog zu unserem Kurzurlaub im letzten Jahr in Holland ging es dieses Jahr nach Belgien. Wir wollten uns hier funktechnisch etwas besonders Gutes tun und uns in einem Dachapartment in Blankenberge fast am Strand in der 7 Etage eingemietet.
Allerdings mussten wir bei unserer Anreise feststellen, dass 7 Etagen nicht wirklich etwas außergewöhnliches sind. Wer nur 3 Etagen hat der ist klar im Nachteil wie das mittlere der Photos deutlich zeigt. Aufgrund der gewählten Reisezeit war es in Blankenberge allerdings nicht sonderlich voll und wir hatten den Strand weitestgehend für uns.
Auch die Parkgewohnheiten an den Häusern sind etwas gewöhnungsbedürftig und so hatten wir bereits 15 Minuten nach der Ankunft in Blankenberge unser erstes Strafmandat über 12 Euro wegen Falschparkens :-(
Das Dachapartment hatte aber wirklich einen großen Vorteil - eine ca. 150 qm Dachterasse. Soweit so gut - als ich dann am Sonntag morgen unsere Antennen aufbauen wollte gab es erst einmal eine Überraschung. Über Nacht hatte es geschneit und so hieß es erst einmal Schnee schippen. Erst dann ging es daran die Antennen aufzubauen. Zum Einsatz kam wieder unsere J-Antenne für 20m an einem 12m GFK-Mast sowie unsere 9-Element Tonna auf unserem 7m Mast für 2m.
Aber eines hatten wir bei der ganzen Planung nicht berücksichtigt - das Wetter. Stellenweise war der Wind so stark dass wir unsere Antennen einholen und sichern mussten und Betrieb somit nicht mehr möglich war. Insgesamt waren die 2m-Bedingungen bei weitem nicht so gut aufgrund der Lage und der Höhe erhofft hatten. Obwohl wir praktisch freie Sicht über die Nordsee nach England hatten kamen nur wenige Verbindungen zustande.
Das schlechte Wetter verhinderte zwar teilweise einen vernünftigen Funkbetrieb aber unsere Laune wurde dadurch nicht getrübt. So entschlossen wir uns die Gegend ein wenig zu erkunden und fanden am Hafen ein Feuerschiff und ein ehemaliges russisches U-Boot. Zu diesem U-Boot ist zu sagen dass wir einfach durchgehen und uns alles anschauen und anfassen konnten ohne dass das jemanden gestört hat. Die verschiedensten Hebel und Handräder waren allesamt vorhanden und vermittelten dadurch einen sehr guten Eindruck wie Menschen in diesem U-Boot gelebt haben.
In den folgenden Tagen verbesserte sich das Wetter deutlich und zwischen den Strandaktivitäten ( hi ) war auch wieder Betrieb möglich. Als Geräte standen hier der bereits bewährte FT897D mit der SR-200 PA für 2m und der Ameritron ALS600 PA für 20m zu Verfügung. Ein Notebook mit WLAN vervollständigte die Ausrüstung. Einer der nächsten Anschaffungen wird aber wohl ein Rotor für die 2m-Antenne werden, da die Ausrichtung doch immer wieder aufwendig war und sich die Antenne durch den Wind ständig verstellte.
Wenn man schon einmal Urlaub an einem so großen Fährhafen wie Zeebrügge macht dann ist natürlich ein Besuch des Hafens unabdingbar. Auch hier konnten wir uns völlig problemlos den Anlagen nähern ohne dass es jemanden gestört hat. Die Emsigkeit und Betriebsamkeit im Hafengelände sowie die Bewegungen der vielen Container lassen nur erahnen welche Logistik hinter diesen Aktivitäten steckt.
Insgesamt war es doch noch ein gelungener Urlaub mit 6 2m-QSO's und 90 20m-QSO's. Insgesamt konnten wir 33 Länder arbeiten. Die weiteste Entfernung war diesmal ein QSO über 8.800 km mit einer Station aus Südafrika, dazu mehrere Verbindungen in die USA. Auch gelang es uns wieder eine Verbindung mit unserem OV herzustellen - wieder mit unserem OM Willi DH3PZ.
Und hier die QSL-Karte die wir auch zu diesem Anlass erstellt und den QSO-Partnern dzugesandt haben.